Vorab

Drogen sind pflanzliche, auch tierische, halbsynthetische oder synthetische Substanzen, die in die natürlichen Abläufe des Körpers eingreifen. Sie können Reaktionen und Funktionen des Körpers verändern, Stimmungen, Gefühle und Wahrnehmungen beeinflussen. Damit sind legale und illegale Drogen gemeint.
Gerade aufgrund dieser willkürlichen Abgrenzung zwischen legalen und illegalen Drogen werden Informationen über diese Substanzen oft verzerrt dargestellt. Unkenntnis und falsche Informationen über die tatsächlichen Risiken des Konsums sowie deren Pauschalisierung sind auch Gründe für einen oft hilflosen Umgang mit Drogen und Drogenkonsumenten. Nicht bei jedem, der Drogen probiert, führt der Konsum zwangsläufig zum Missbrauch und zur Abhängigkeit. Klar ist aber eins: Jeder Drogenkonsum bringt Risiken mit sich.
Diese Broschüre ist keine Aufforderung zum Drogenkonsum. Sie soll denen, die sich für Drogen entschieden haben, helfen, die Risiken, die der Gebrauch mit sich bringt, so gering wie möglich zu halten. Und sie soll denen, die mehr über Drogen wissen wollen, unverzerrte Informationen geben. Und natürlich will sie auch die, die sich gegen Drogen entschieden haben, nicht vom Gegenteil überzeugen. Wir wünschen uns, daß die Drogendiskussion ohne erhobenen Moralzeigefinger geführt wird. Wir möchten sachliche Infos zum Gebrauch, zu Wirkungen und Nebenwirkungen sowie über rechtliche Aspekte geben. Da die Palette der Rauschsubstanzen vielfältig ist und der Rahmen sonst gesprengt würde, haben wir uns in dieser Broschüre auf die Darstellung ausgewählter Substanzen beschränkt.



Inhalt

Halluzinogene   Ecstasy   Cannabis   Heroin   Amphetamine   Kokain   Alkohol

Tips & Tricks   Im Notfall   Paragraphen   Safer Sex & Safer Use   Rat & Tat



Halluzinogene verändern die Sinneseindrücke und rufen Sinnestäuschungen (Halluzinationen) hervor. Bei der pharmazeutischen Forschung am Mutterkornpilz entdeckte der Schweizer Chemiker Albert Hofmann 1943 die halluzinogenen Eigenschaften des halbsynthetischen Wirkstoffs Lysergsäure-Diethylamid (LSD). Als Lösung ist LSD farblos, geruchs- und geschmacksneutral. Die Flüssigkeit wird auf Löschpapier, Zuckerstückchen, Tabletten etc. getropft und eingenommen (Tickets, Micros...). LSD ist schon in kleinsten Mengen wirksam. Die Wirkung setzt nach etwa 25 bis 50 Minuten ein; das Gehirn wird künstlich in einen tranceartigen Zustand versetzt, trotzdem befindet sich der Konsument in einem unglaublichen Wachzustand. Die Wirkungsdauer beträgt je nach Dosierung zwischen 6 und 12 Stunden.
Der Rausch ist stark individuell geprägt. Die Erfahrungen, die auf dem Trip gemacht werden, sind von der seelischen Verfassung und der Erwartung des Konsumenten sowie der Umgebung, d.h. z.B. mit wem und wo konsumiert wird, abhängig. LSD ermöglicht einen Einblick in die Ich-Welt, der je nach psychischer Verfassung positiv oder negativ ausfallen kann. Deshalb eignet sich LSD nur bedingt als Partydroge, sollte aber auch nicht unbedingt allein genommen werden.
Akustische und visuelle Eindrücke werden stark intensiviert und verzerrt wahrgenommen. Man kann "Farben hören" und "Töne sehen". Ich-Grenzen lösen sich auf und Empfindungen wie "Einssein mit dem Rest der Welt" können entstehen. Es ist möglich, Bilder zu sehen, die real nicht vorhanden sind. Stimmungs- und Sinnestäuschungen können sich sogar so stark auswirken, daß es zu erhöhter unkontrollierbarer Risikobereitschaft kommen kann. Gefühlsschwankungen, Orientierungsstörungen, Angstzustände bis hin zum Horrortrip sind mögliche Begleiterscheinungen beim Konsum.
Die Gewöhnung an LSD setzt ziemlich rasch ein, bemerkenswert ist hierbei die Kreuztoleranz zu Psilocybin und Meskalin. Wer mehrere Tage nacheinander LSD (bzw. Psilocybin oder Meskalin) in konstanter Dosis nimmt, spürt möglicherweise schon bald keine Wirkung mehr. Er muß die Dosis steigern (was den Körper zusätzlich belastet) oder einige Zeit warten, bis die Sensibilität wieder hergestellt ist.
1958 isolierte Albert Hofmann die Wirkstoffe der in Mexiko zu Ritualen verwendeten halluzinogenen Pilze und nannte sie Psilocybin und Psilocin. Zahlreiche psilocybinhaltige Pilze wie der Spitzkegelige Kahlkopf oder der Heudüngerling wachsen auch in unseren Breitengraden auf Heu, Wiesen, Wald- und Humusböden. Die Pilzliteratur warnt vor ihnen als Giftpilze. Sie können gesammelt, getrocknet und auf verschiedene Weise konsumiert werden: roh, als Tee und in Speisen zubereitet oder mit Tabak vermischt. Die Wirkung von Psilocybin ähnelt der von LSD, ist aber nicht so stark und leichter steuerbar.
Während der ersten Stunde nach der Einnahme entspannt sich die Muskulatur, das Sehen verändert sich und es kann Übelkeit auftreten. Darauf folgen Schwindelgefühl, Gedankenflucht, optische und akustische Halluzinationen, Mattigkeit, Form- und Farbvisionen. Es kann sich das subjektive Gefühl einer höheren Einsicht oder göttlicher Visionen einstellen. Der Höhepunkt tritt eine bis zwei Stunden nach der Einnahme auf. Die gesamte Wirkungsdauer beträgt je nach Dosierung etwa 4 bis 6 Stunden.


Ecstasy (XTC)
Ecstasy ist eine synthetische Droge. XTC gibt es als Tabletten in verschiedensten Farben und Prägungen (Adam, Eve, Pille...) sowie als Kapseln. Der Wirkstoff heißt Methylendioxymethamphetamin (MDMA). Auch MDA, MBDB und MDE werden unter der Bezeichnung XTC verkauft. Es handelt sich dabei um Amphetaminderivate mit leicht halluzinogener und tranceartiger Wirkung. Ursprünglich wurde MDMA bereits 1898 zum ersten Mal synthetisiert und als Appetitzügler getestet; kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurde es vom Pharmakonzern Merck beim kaiserlichen Patentamt angemeldet. Amphetaminderivate wirken aufputschend und stimulierend anregend. Sie vermitteln ein Gefühl gesteigerter Energie und Harmonie, setzen das Schlafbedürfnis herab und wirken euphorisierend. Der Konsument wird mitteilungsbedürftiger, kommunikativer und selbstbewußter. Er empfindet Mitgefühl, Liebe, Zärtlichkeit und Frieden. Da XTC in illegalen Labors - im Jargon LAB`s genannt - hergestellt wird, variiert auch die Zusammensetzung der wirksamen Bestandteile. Je nach Zusammensetzung unterscheiden sich auch die Wirkungsdauer (2 bis 5 Stunden) und die Wirkungsweise (beispielsweise mehr oder weniger halluzinogen, mehr oder weniger aufputschend). Unter der Wirkung von XTC werden die Alarmsignale des Körpers: Durst und Hunger, Schwindel und Unwohlsein, Erschöpfung und Schmerz nicht oder nicht rechtzeitig wahrgenommen. Ein lebensbedrohlicher Kollaps, eine Art „Hitzschlag" des Körpers kann eintreten. Wenn durch den extremen Flüssigkeitsverlust und die gesteigerte Konzentration von Abbauprodukten im Körper (z.B. beim Tanzen) der Flüssigkeitshaushalt entgleist, kann sich der Körper auf bis zu 41°C erhitzen! Um den Gefahren der Überhitzung zu begegnen, sollte man beim Tanzen öfter Pausen einlegen, auch wenn man sich gar nicht müde oder erschöpft fühlt, sich abkühlen (frische Luft, Mütze absetzen!) und viel trinken (allerdings keinen Alkohol, denn der trocknet den Körper zusätzlich aus!). Der Körper entwickelt schnell eine Toleranz gegenüber XTC, d.h. die Einnahmemenge muß ständig erhöht werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Pausen von mehreren Wochen oder Monaten sind hier empfehlenswert.


Cannabis (Haschisch, Marihuana)
Cannabis heißt die Hanfpflanze (Cannabis sativa). Der Name verweist auf die medizinisch wirksamen Inhaltsstoffe der Hanfpflanze, die Cannabinoide. Der Gehalt des Wirkstoffs Tetra-hydrocannabinol (THC) unterscheidet den Drogenhanf vom Faserhanf (der z.B. zur Herstellung von Papier, Kleidung etc. verwendet werden kann). Cannabis wird seit mehreren tausend Jahren in allen großen Kulturen als Heilpflanze medizinisch eingesetzt. Diese kann eine Reihe von Begleiterscheinungen (Schmerzen, Krämpfe u.a.) verschiedener Krankheiten (wie z.B. Krebs, Multiple Sklerose, Grüner Star, Asthma, Neurodermitis oder HIV/AIDS) lindern. Marihuana sind die getrockneten Blätter und Blüten der weiblichen Cannabispflanze, Haschisch ist das gepreßte Harz der Pflanze. Der THC-Gehalt der verschiedenen Formen ist sehr unterschiedlich, so ist beispielsweise Haschischöl am konzentriertesten, Marihuana dagegen hat den niedrigsten THC-Gehalt und damit eine geringere Rauschwirkung. Der Wirkstoff THC ist licht- und temperaturempfindlich. Bei richtiger Lagerung (kühl und im gut verschlossenen Kunststoffbehälter oder in Alufolie) halten sich Haschisch und Marihuana Monate oder gar Jahre. Haschisch und Marihuana werden entweder geraucht (verschiedene Techniken) oder - entsprechend zubereitet - gegessen oder getrunken. Dabei ist die Wirkung unterschiedlich: Die Gefahr, beim Rauchen eine Überdosis zu erwischen, ist eher gering, da die Wirkung so spürbar schnell eintritt, daß der Konsument in der Lage ist, die eingenommene Menge zu dosieren. Gegessen oder getrunken wirkt Cannabis anhaltender und stärker. Wie langanhaltend und intensiv die Wirkung ist, hängt von der Dosierung ab. Die Gefahr, beim oralen Konsum eine Überdosis zu erwischen, ist groß. Die Wirkung tritt erst nach etwa 30 bis 60 Minuten ein, manchmal auch noch später - je nach Mageninhalt. Die psychoaktiven Inhaltsstoffe wirken sowohl stimulierend als auch sedierend (dämpfend, beruhigend), aber auch betäubend und halluzinogen. Die Droge intensiviert akustische und optische Wahrnehmungen, sensibilisiert den Tastsinn und das Hautempfinden. Die Augen röten sich und der Mund wird extrem trocken (heftiger Durst), muskuläre Verspannungen werden gelöst und der Appetit angeregt. Wer Cannabis raucht, schädigt seine Lunge. Schwere Organschäden an Lunge und Atemwegen sind nicht auszuschließen. Eine körperliche Abhängigkeit von Cannabis wurde noch nicht nachgewiesen. Nach einem chronischen, starken Konsum können Entzugssymptome wie Schlafstörungen oder Reizbarkeit für einige Zeit auftreten. Das Kurzzeitgedächtnis kann gestört sein. Psychische Gewöhnung ist abhängig von der Persönlichkeitsstruktur, der Konsumdauer und -menge möglich.


Heroin
Heroin gehört neben Opium, Morphium und Methadon zur Gruppe der Opiate. Heroin ist ein halbsynthetisches Derivat des Morphins, ein kristallines Pulver, das psychisch und physisch abhängig macht und extrem hirn- und lebertoxisch ist, ein Mittel, das 10 mal besser den Husten stillt als Codein, dafür aber 10mal so abhängig macht wie Morphium. Es wurde schon 1898 von BAYER entwickelt und über 30 Jahre lang (bis 1931) vermarktet. Heroin (das in der Drogenszene am weitesten verbreitete Opiat) kommt als Pulver in schmutzig-weißer oder gelb-brauner Farbe auf den Markt. Es wird gespritzt, geschnupft oder von Folie geraucht („den Drachen jagen"). Alle Opiate haben eine stark betäubende, beruhigende Wirkung. Sämtliche negativen Empfindungen wie Schmerz, Leeregefühle, Sorgen, Unwillen, Ängste... verschwinden schon kurz nach der Einnahme. Dazu erfährt man ein momentan spürbares Hochgefühl (Flash), wobei das Selbstbewußtsein gesteigert wird. Akute Gefahren sind Bewußtlosigkeit (Ersticken an Erbrochenem), Atemlähmung und/ oder Herzschwäche mit Todesfolge aufgrund von Überdosierungen oder giftigen Beimengungen. Ein Grund für Überdosierungen ergibt sich aus der ständig wechselnden Zusammensetzung des Stoffes auf dem illegalen Markt. Besondere Risiken sind Infektionen durch nicht sterile, d.h. mehrfach und mit anderen gemeinsam benutzte Spritzen (Geschwüre, Hepatitis, HIV); Leberschäden, Magen- und Darmstörungen können zusätzlich auftreten. Aufgrund der Illegalität, dem nicht geringen Schwarzmarktpreis und dem starken Beschaffungsdruck rutschen User leicht in Beschaffungskriminalität und Prostitution ab. Die Hemmschwelle beim Rauchen und Sniefen liegt niedriger als beim Fixen. Doch egal ob man Heroin spritzt, snieft oder raucht: Der regelmäßige Konsum macht süchtig - körperlich und seelisch. Es treten starke Entzugserscheinungen auf, wenn kein Stoff zugeführt wird. Ein chronischer Konsum von Heroin hat zur Folge, daß nach einer gewissen Zeit kein „Hochgefühl" mehr erzeugt wird, sondern der Stoff ausschließlich zur Linderung der körperlichen Beschwerden, welche durch Entzugserscheinungen hervorgerufen werden, dient.


Amphetamine
Anfang der 20er Jahre suchten Pharmakologen ein Asthmamittel, welches das bis dahin verwendete Adrenalin ersetzen sollte. Das aus einer Pflanze gewonnene Ephedrin erwies sich als wirksam. Doch die Pflanze kommt zu selten vor. Benzedrin war das erste im Labor hergestellte Amphetamin, das in großem Umfang als Asthmamittel eingesetzt wurde. Schnell stellte sich heraus, daß Amphetamine auch die Leistung steigern, Hungergefühle unterdrücken und das Schlafbedürfnis verdrängen. Aufgrund dieser Eigenschaften wurden sie z.B. im Zweiten Weltkrieg an Soldaten verteilt. Das hohe Suchtpotential von Amphetaminen war damals noch nicht bekannt. Amphetamine haben eine aufputschende Wirkung. Sie gelten als Drogen der Leistungsgesellschaft, da sie die Leistungsfähigkeit steigern und die Überschreitung natürlich gesetzter Grenzen möglich machen. „Amphetamine stimulieren das Gehirn und bewirken die Ausschüttung von Stoffen, die normalerweise den Körper darauf vorbereiten „to fight, flight or fear" - zu kämpfen, abzuheben oder Angst zu haben." (P. Walder & G. Amendt: Ecstasy & Co. 1997) Speed wird meist als Pulver gesnieft oder - entsprechend aufbereitet - gedrückt, kann aber auch in Form von Tabletten oder Dragees geschluckt werden. Die Wirkung setzt beim Sniefen schon nach wenigen Minuten ein und kann zwischen 8 bis 10 Stunden anhalten. Physisch bewirkt Speed, ähnlich dem körpereigenen Adrenalin, eine Blutdrucksteigerung, die Erhöhung des Herzschlags, Erweiterung der Bronchien und die Verlangsamung der Darmtätigkeit. Speed vermittelt das Gefühl ungeheurer Fitneß, gesteigerten Leistungsvermögens und verbesserter Kontaktfähigkeit. Bei häufigem Speedkonsum wird die Diskrepanz zwischen subjektiv erlebter Brillianz und von außen wahrgenommenem Zustand immer größer. Wenn die Wirkung nachläßt, kann es zu Nervosität bis hin zu Angstzuständen und Depressionen kommen. Trotz körperlicher und geistiger Erschöpfung kann nicht geschlafen werden, deswegen wird dann z.B. Cannabis zum „Runterkommen" geraucht. Häufige Einnahme von Speed kann zur Sucht führen, seelisch und körperlich. Die Toleranzentwicklung ist sehr groß, d.h. es werden innerhalb kürzester Zeit immer höhere Dosierungen benötigt. Langfristige Einnahme kann paranoide Psychosen hervorrufen. Durch die Unterdrückung des Schlafbedürfnisses und des Hungergefühls kann es zu körperlichen Zusammenbrüchen kommen.
Crystal gehört zur Gruppe der Methamphetamine. Es ist ein weißes (manchmal rosa o.ä. eingefärbtes), kristallines Pulver. Vorwiegend wird es gesnieft (manchmal auch geraucht: Ice). Bei "normalem" Speed handelt es sich vorwiegend um Amphetamin und nur selten um Methamphetamin. Fast immer ist es stark gestreckt (Paracetamol, Milchzucker, Coffein u.a.). Im Unterschied dazu besteht Crystal(-Speed) annähernd zu 100% aus Methamphetamin - es ist also ca. fünfmal so stark wie Speed. Crystal ist nicht so neu, wie die Medien uns glauben machen, es wurde bereits 1934 synthetisiert und unter dem Namen Pervitin vermarktet. Methamphetamin (Crystal) wirkt stärker und länger als Amphetamin (Speed).


Kokain
Kokain ist die Kurzform für Kokain-Hydrochlorid, ein weißes, kristallines, bitterschmeckendes Alkaloid, das aus den Blättern des Cocastrauches gewonnen wird. Die Pflanze wird seit mehr als tausend Jahren in Südamerika kultiviert. In den Anbaugebieten werden die Blätter von den Bewohnern zur Entspannung, zum Antrieb, als Medizin oder als Ersatz für Mahlzeiten gekaut, getrocknet und aufgekocht als Tee getrunken oder geraucht. In der westlichen Partydrogen-Szene wird Kokain meist geschnupft, in Wasser gelöst und intravenös gespritzt oder geraucht. Seit 1902 ist es möglich, Kokain synthetisch herzustellen; aufgrund des geringeren zeitlichen und finanziellen Aufwands wird dies auch überwiegend getan. Die Wirkung von Kokain setzt schon nach wenigen Minuten ein und hält ein bis zwei Stunden an. Kokain wird oft mit Speed verglichen - beide Substanzen haben eine stark aufputschende Wirkung: ein enorm hoher und unangemessener Preis, der spezifische "Kick" und die geringere Wirkungsdauer unterscheiden Kokain jedoch. Die sogenannte Egodroge steigert die Sprechlust und Kontaktfreudigkeit enorm. Sie kann Wahnvorstellungen (Selbstüberschätzung, Größenwahn...) hervorrufen. Kokain verleiht den „Konsumenten eine Selbstsicherheit, die blind macht dafür, daß man die Kontrolle über sich und seinen Konsum verliert." (P. Walder & G. Amendt: Ecstasy & Co. 1997) Langzeitfolgen des Kokainkonsums sind u.a. Zerstörung der Nasenschleimhäute und Magenwände, Gereiztheit, Ängste, Agressionsausbrüche ... Konzentrationschwäche, Antriebs- und Wahrnehmungsstörungen ... paranoide Zustände ... schwere psychische Erkrankungen - man mutiert letztlich zum sozialen Monster, das selbstbezogen, unsensibel und aggressiv ist. Kokain besitzt eine stark suchtbildende Wirkung. Die psychische Abhängigkeit kann sehr schnell entstehen und wird extrem groß. Crack wird mit Hilfe von Backpulver aus Kokain hergestellt. Interessant ist, daß dieser Vorgang nicht zu Lasten der Wirksamkeit geht, sondern im Gegenteil die kokaintypische Wirkung verstärkt. Der Name leitet sich aus dem englischen „to crackle" (knistern) ab, da beim Rauchen von Crack oder Steinen (in der Pfeife) knisternde Geräusche entstehen. Crack hat ein weitaus höheres physisches und psychisches Suchtpotential als Kokain. Die Abhängigkeit von der Substanz kann sehr rasch eintreten, manchmal schon nach der ersten Dosis. Die Wirkung, die sehr schnell einsetzt, hält nur für wenige Minuten an. „Nachlegen" wird zum Bedürfnis, man jagt vergeblich dem beim ersten Mal erlebten High hinterher. Der dadurch entstehende Beschaffungsdruck wird meist von extrem aggressivem Verhalten begleitet. Die anfängliche Anregung und die vermeintliche Konzentrationssteigerung weichen einem dramatischen Verfall, der genau diese Eigenschaften in Mitleidenschaft zieht. Lungenentzündung, Bluthochdruck, Appetitlosigkeit, Hautjucken sowie paranoide und schizophrenieähnliche Zustände sind als Folgeerscheinungen beschrieben worden. Aufgrund seines niedrigen Preises (nur der Grundstoff Kokain ist teuer, alle anderen Zutaten sind preiswert und jedermann leicht zugänglich) ist Crack vor allem bei Mittellosen und Jugendlichen beliebt, wird aber auch in „besseren Kreisen" als „Schnellmacher" geschätzt.


Alkohol
Alkohol ist die Volksdroge Nummer Eins; Alkohol ist billig, überall und jederzeit erhältlich sowie gesellschaftlich akzeptiert. In der BRD sind 2,5 Millionen Menschen alkoholabhängig. Jährlich sterben Zehntausende an den direkten und indirekten Folgen des Alkoholmißbrauchs. Nahezu die Hälfte aller Verkehrstoten und eine große Zahl schwerer Gewaltdelikte sind auf ein durch Alkohol getrübtes Bewußtsein zurückzuführen. Ethylalkohol (C2H5OH), den man auch häufig Ethanol nennt, ist der Alkohol schlechthin. Es gibt nur wenige Chemikalien und keine andere Rauschdroge, die ein Mensch in einer Konzentration von bis zu fünf Promille in seinem Körper tolerieren kann (unter Umständen ist schon eine geringere Dosis tödlich!). Der Kohlensäuregehalt von Bier und vor allem Champagner beschleunigt die Aufnahme von Alkohol ins Blut. Alkohol wirkt beim Menschen vorwiegend auf das Nervensystem, und zwar weniger auf niedere, vegetative Funktionen als auf höhere, das Bewußtsein und die Emotionen steuernde Zentren. Wie stark und wie langanhaltend dieser Effekt ist, hängt von der Alkoholkonzentration im Organismus ab. Die Konsequenzen einer durchzechten Nacht machen sich als „Kater" bemerkbar - meist mit starkem Druck im Gehirn bis hin zu intensiven Kopfschmerzen (die eigentlich Hirnschmerzen genannt werden müßten, da das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen ist), mit erhöhter Nervosität bzw. leichter Erregbarkeit durch Sinnesreize, rascherer Ermüdung bei Anstrengung und verstärkter Schweißabsonderung sowie allgemein mit einem Gefühl starker Erschöpfung. Obgleich Alkohol vom Körper relativ schnell abgebaut wird, sind seine Folgen noch wesentlich länger zu spüren. Körperliche, seelische und soziale Effekte verstärken sich dabei. Man schätzt, daß bei einem Vollrausch Hunderttausende von Gehirnzellen irreparabel zerstört werden. Bei chronischem Mißbrauch werden Teile des Neuhirns beeinträchtigt bis hin zur Hirnatropie (Hirnschwund). Dauerhafter Alkoholkonsum kann zusätzlich schwere Leberschäden (Frauen sind stärker gefährdet), Herzprobleme und Hautveränderungen hervorrufen; die Leistungsfähigkeit wird gemindert, man sieht schnell älter aus, als man wirklich ist. Alkohol führt bei regelmäßiger Einnahme größerer Mengen zu einer sich langsam entwickelnden, starken seelischen und körperlichen Abhängigkeit. „Die Tatsache, daß Alkohol eine derart „soziale" Rauschdroge ist, erschwert die Therapie des Alkoholikers (der nicht als Kranker erkannt, sondern als Saufkumpan gefeiert wird) ebenso, wie sie bisher jeden Versuch vereitelt hat, die Rauschdroge Alkohol wie andere Suchtgifte gesetzlich zu kontrollieren." (W. Schmidbauer & J. v. Scheidt: Handbuch der Rauschdrogen. 1999)



Tips & Tricks
Neben der Tatsache, daß bewußt eingesetzte Drogen Spaß machen, Entspannung bringen, schöne Erlebnisse bereiten können, kann jeder Drogengebrauch auch unkalkulierbare Risiken mit sich bringen. Es gibt einige Empfehlungen, wie diese Risiken minimiert werden können: Grundlegend stellt sich die Frage, warum jemand Drogen nimmt. Der Anlaß (Parties, Neugierde, Langeweile, Frust, Gewohnheit etc.) spielt eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit dem Konsum von Drogen. Trotz der bekannten Wirkungsrichtung können die einzelnen Substanzen von Mensch zu Mensch unterschiedlich wirken. Ebenso ist die wirksame Dosis individuell. Checke Dich durch: Bist Du in seelisch guter Verfassung? Wenn Du gerade „nicht gut drauf bist", solltest Du Drogen meiden, denn die Wirkung der meisten Drogen verstärkt Deine Gefühle. Wenn Du denkst, daß Du mit Drogen Deine Probleme wegwischen kannst, dann erlebst Du sicher eine Enttäuschung. Schau in Dich hinein: Bist Du körperlich gesund? Bei akuten oder chronischen Erkrankungen solltest Du Dir klar machen, daß es zu zusätzlichen Komplikationen kommen kann. (Eine Rücksprache mit Deinem behandelnden Arzt wäre sinnvoll. Das fällt unter die ärztliche Schweigepflicht!) Wenn Du zuviel Respekt oder Angst vor Drogen hast, entscheide Dich besser dagegen!
Nimmst Du regelmäßig Drogen, solltest Du Pausen von mehreren Wochen einlegen. Es gibt Stoffe, an die sich der Körper schnell gewöhnt. So kann sich schon nach wenigen Einnahmen eine Toleranz entwickeln. Häufig wird dann die Dosis erhöht, um die gewünschte Wirkung zu erreichen. Das gelingt meistens nicht, und Dein Körper wird extrem belastet. Problematisch ist der Mischkonsum: d.h. es werden Drogen verschiedener Wirkungsrichtungen (gleichzeitig) konsumiert. Die Einzelwirkungen können addiert oder potenziert werden: eine völlig neue Wirkung entsteht. Wenn zwei oder mehrere Wirkungsrichtungen aufeinander treffen, beginnt ein „Kampf" im Körper. Vom Kombinieren verschiedener Stoffe ist generell abzuraten. Es ist gefährlich und kann tödlich ausgehen. Es ist möglich, daß Drogen Dein Bewußtsein sowie Dein Verhalten anderen Menschen gegenüber verändern. Es ist gut, gerade in den Konsumpausen, einmal in sich hineinzuhören und auch Hinweise von Freunden ernst zu nehmen. So kannst Du Veränderungen Deiner Persönlichkeit wahrnehmen und darauf reagieren. Partytime: Optimal wäre es, wenn Du mit Freunden auf einer Party bist und einer von Euch keine Drogen nimmt. Im Notfall könnte er helfen und auch der Nachhauseweg wäre gesichert. (Entscheide Dich am besten vor der Party, ob und wenn ja wieviele Drogen Du heute nehmen möchtest.) Konsumiere Dir unbekannte Drogen niemals allein! Überhaupt solltest Du Drogen, insbesondere solche mit halluzinogener Wirkung, nicht allein nehmen. Kaufe nicht die erstbeste Dir angebotene Pille. Schnäppchenangebote (auch bei anderen Drogen) können gefährlich sein, da sie oft von Zwischenhändlern gestreckt werden.
Informiere Dich genau über die Droge, für die Du Dich entschieden hast. Bedenke, daß alles, was Wirkungen auf Körper und Geist hat, auch Nebenwirkungen mit sich bringt. Fange mit der minimalsten Dosierung an. Drogen und intensives Feiern entziehen Deinem Körper Kraft, Flüssigkeit und die nötigen Nährstoffe. Um den Verlust auszugleichen, solltest Du regelmäßig (Tanz-)Pausen einlegen und alkoholfreie Getränke trinken. Bei Deiner Ernährung solltest Du darauf achten, Vitamine und Mineralien zu Dir zu nehmen. Drogen und Autofahren passen nicht zusammen! Wenn Du unterwegs zu einer Party bist, dann mache Dir bitte vorher Gedanken über den Nachhauseweg. Mit Drogen im Körper bist Du nicht mehr fahrtüchtig! Hast Du Probleme mit Drogen, suche Dir Ansprechpartner. Das können Freunde und Bekannte oder auch jemand aus Deiner Familie sein. Es gibt auch die Möglichkeit, mit einer Beratungsstelle Kontakt aufzunehmen. Die Leute dort nehmen Dich ernst, sie nehmen sich Zeit und Du kannst, wenn Du möchtest, anonym bleiben.


Im Notfall
Jeder, der Drogen konsumiert, kann in eine Situation geraten, die unerwünschte Nebenwirkungen und Überreaktionen des Körpers zur Folge hat (z.B. durch Überdosierung oder Mischkonsum). Dazu können Angstzustände bis hin zum Horrortrip, starke Übelkeit, Kreislaufprobleme, Schockzustand, Bewußtlosigkeit oder Herzstillstand gehören. Habe keine Angst zu helfen, auch wenn Du zum ersten Mal eine solche Situation erlebst. Denke daran, auch Dich könnte es einmal betreffen.
Grundregel Nr. 1: Lass den Betroffenen nicht allein! was ist noch zubeachten:
- für frische Luft sorgen
- für Ruhe sorgen
- sprich mit demjenigen, vermittle ihm das Gefühl von Sicherheit
- setze Dich daneben, halte seine Hand und streichle Stirn & Kopf
- versuche herauszufinden, welche Substanz eingenommen wurde
- bei Speed oder Halluzinogenen sollte Zitronen- oder Vitaminsaft zu trinken gegeben werden
- zudem geht alles, was alkoholfrei ist
- bei Überhitzung (z.B. durch stundenlanges Tanzen) Hände und Gesicht mit kaltem Wasser befeuchten
- bei Bewusstlosigkeit Mensch in stabile Seitenlage bringen
- bei schweren Fällen sofort 112 anrufen. Warten, bis der Notarzt eingetroffen ist (er unterliegt der Schweigepflicht).


Paragraphen
Die Drogenpolitik und die Rechtssprechung unterscheiden zwischen legalisierten Drogen (z.B. Alkohol, Nikotin) und illegalisierten Drogen (beispielsweise Heroin, Ecstasy, Cannabis). Letztere unterstehen dem BtMG (Betäubungsmittelgesetz). Die Ernennung zum BtM (Betäubungsmittel) scheint willkürlich vorgenommen zu werden, denn „...nach wissenschaftlicher Erkenntnis wegen der Wirkungsweise eines Stoffes, vor allem in Hinblick auf das Hervorrufen einer Abhängigkeit" (§1 Abs.2 Satz1 BtMG) müßten auch die legalen Drogen Nikotin und Alkohol in diese Kategorie der BtM eingestuft werden. In Deutschland gibt es beispielsweise 2,5 Millionen Menschen alkoholabhängige Menschen - ein Vielfaches der Zahl der von illegalen Substanzen abhängigen Menschen. Unserer Überzeugung nach sollte es beim Umgang mit Drogen bzw. Drogenkonsumenten nicht um Strafe gehen, sondern vielmehr um die Stärkung persönlicher Eigenschaften wie Selbstbewußtsein (auch Nein sagen zu können) und das Deutlichmachen von Eigenverantwortung.
Soweit ist die Gesellschaft leider noch nicht und deshalb hier - für die Realität - ein paar wichtige Informationen: Generell kann gesagt werden, daß im Falle einer Anzeige wegen Drogendelikten nach §31a BtMG die Staatsanwaltschaft die Möglichkeit hat, von der Verfolgung abzusehen, wenn die Schuld des Täters als gering anzusehen ist, kein öffentliches Interesse an der Verfolgung besteht oder der Täter die Betäubungsmittel (BtM) lediglich zum Eigengebrauch in geringer Menge anbaut, herstellt, ein- und ausführt, erwirbt, sich beschafft oder besitzt. Das gilt für alle Drogen, die dem BtMG unterstehen. Die geringe Menge, die geringe Schuld und das öffentliche Interesse werden in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich bemessen, hier gibt es gravierende Unterschiede.
INFORMIERE DICH!
Die Grüne Hilfe (bundesweit) ist spezialisiert auf rechtliche Hilfe im Falle von Gesetzesverstößen im Zusammenhang mit Cannabis. In Deiner Nähe ist das: Grüne Hilfe c/o Kassablanca Felsenkellerstraße 13a 07745 Jena (03641/282612), http://www.gruene-hilfe.de Tip: Solltest Du in eine Polizeikontrolle geraten oder zu einer Vernehmung geladen werden, musst Du außer Deinen persönlichen Daten (Name, Adresse, Geburtsdatum) keine weiteren Aussagen machen.


Safer Sex & Safer Use
AIDS wird durch einen Virus - HIV - hervorgerufen. Du kannst Dich infizieren z.B. durch ungeschützten Sex (anal, vaginal oder oral) oder beim gemeinsamen Benutzen derselben Spritze von mehreren Personen beim Fixen. Infizieren können sich Mädchen und Jungen, Männer und Frauen jeden Alters, jeder Hautfarbe und jeder sexuellen Orientierung. Beim Safer Sex gelangen Samenflüssigkeit, Scheidenflüssigkeit und Blut nicht in den Körper des anderen: z.B. beim Petting oder beim Benutzen von Kondomen. Kondome sind beim Sex der einzige Schutz vor AIDS. Auch die Verbreitung anderer sexuell übertragbarer Krankheiten kann mit Kondomen verhindert werden. Drogen, egal welcher Art, können Deine sexuelle Lust beeinflussen. Safer Sex wird dabei oft vergessen. Ein Gummi „auf Tasche" gibt Dir die Möglichkeit, Dich in diesen Momenten zu schützen. Viel Vergnügen!


Und Safer Use...
bedeutet, sich beim Drogenkonsum keine HIV-Infektion oder Hepatitis einzufangen. Wenn Du Dich entschieden hast, Drogen zu nehmen, solltest Du risikoarme Konsumformen wählen: rauchen, sniefen, Folie rauchen. Drücken, spritzen, fixen gehören nicht dazu. Wenn es ohne drücken nicht geht, nimm immer ein neues Spritzbesteck oder Dein eigenes. Einwegspritzen bekommst Du bei den AIDS-Hilfen und bei einzelnen Drogenberatungsstellen. In Apotheken kannst Du welche kaufen.


Informationen, auf die Du Dich verlassen kannst, bieten bundesweit die AIDS-Hilfen.


Rat & Tat
Die AIDS-Hilfe ist eine Einrichtung, bei der Du telefonisch oder persönlich Kontakt bei Fragen zu Drogen, HIV/AIDS und Sexualität aufnehmen kannst.
Bei uns kannst Du anonym bleiben, wir nehmen Dich ernst und uns viel Zeit für Dich und Deine Fragen.


AIDS-Hilfe Weimar & Ostthüringen e.V.
Geschäfts- und Beratungsstelle Weimar
Erfurter Straße 17,
99423 Weimar
Telefon: 03643/ 853535 (FAX: 853636)
Internet: http://weimar.aidshilfe.de
e-mail: info@weimar.aidshilfe.de

Beratungsstelle Jena
Markt 23,
07743 Jena
Telefon: 03641/ 618998 (FAX: 225393)
Internet: http://jena.aidshilfe.de
e-mail: info@jena.aidshilfe.de

Persönliche Beratung
WEIMAR:
Montag 11.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch 11.00 - 20.00 Uhr

JENA:
Montag 11.00 - 18.00 Uhr

TELEFONISCHE BERATUNG
für Weimar und Jena

0700 44533 364 (0700 HILFE 364)
Montag 11.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch 11.00 - 20.00 Uhr

Für Drogenberatungen bitte vorher einen Termin vereinbaren.


Herausgeber:
AIDS-Hilfe Weimar & Ostthüringen e.V.
Erfurter Straße 17
99423 Weimar

Idee: Jessy Schmidt
Texte und Gestaltung: Susanne Linz und Claudia Nenninger.

Ein besonders schöner Dank an Walter, Sissy und Mike, sowie der Firma Klapproth!Koch,
Weimar im Frühjahr 2001

Vervielfältigung, auch auszugsweise nur mit Einverständnis des Herausgebers.

Texte erarbeitet durch Jessy Schmidt & Claudia Nenninger.